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GraduiertenkollegDissertationsschriften

DFG-Graduiertenkolleg

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Jöstingmeier (2019) - Governance der Finanzmärkte

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Klappentext: Marco Jöstingmeier analysiert die aktuellen Innovationen in der Finanzmarkt- und Bankenregulierung und zeigt, wie systemisches Risiko als neuartiges Problem in den Fokus der Bankenaufsicht rückt. Am Fall der makroprudenziellen Finanzaufsicht wird deutlich, wie neue Ansätze der Finanzmarktregulierung zunehmend reflexiv und lernorientiert operieren, um der Innovationsdynamik der Finanzwirtschaft folgen zu können. Diese reflexive Governance von Finanzmärkten demonstriert, wie innovative Governance-Methoden zugleich riskante Folgen erzeugen, wenn komplexen Problemlagen entsprechend komplexe Regulierungsansätze gegenübergestellt werden. Die makroprudenzielle Aufsicht ist damit ein Beispiel für ein zentrales Ordnungs- und Problemmuster der modernen Wissens- und Innovationsgesellschaft.

Webseite bei Springer VS

Kontakt: Marco Jöstingmeier (bei ISInova)

Dr. Jannis Hergesell (2019) - Technische Assistenzen in der Altenpflege

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Klappentext: Als Lösung für den Pflegenotstand werden von verschiedenen Akteuren innovative Pflegetechniken, wie Sturzdetektoren oder GPS-Ortung, gefordert. Pflegeinnovationen sollen den seit der Konstitution der Altenpflege bestehenden Konflikt zwischen ökonomischen und fachlich-ethischen Interessen auflösen. Durch die Verknüpfung einer Rekonstruktion der Altenpflegegeschichte und der Analyse derzeitiger Techniknutzung zeigt sich, dass die Integration des historisch gewachsenen Konfliktes auf die diskursive Ebene beschränkt bleibt. Entgegen den postulierten Eigenschaften der Techniken nehmen in technisierten Pflegesettings an Effizienz orientierte, standardisierte Pflegehandlungen zu.

Webseite bei BELTZ Juventa

Kontakt: Jannis Hergesell (beim IfS)

Dr. Robert Jungmann (2019) - Die Praxis kollektiven Handelns

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Klappentext: Dieses Open-Access-Buch präsentiert ein praxistheoretisches Konzept, das die Analyse verschiedener Aspekte und Formen kollektiven Handelns ermöglicht. Im Zentrum steht die Erweiterung des Handlungsverständnisses bei Anthony Giddens für Kollektive. Dabei werden Ansätze der Klassiker, der Organisations- und Bewegungsforschung sowie der jüngeren Debatten in Sozialtheorie und Philosophie integriert und miteinander verbunden. Heute wird eine neue Vielfalt an Formen kollektiven Handelns thematisiert, traditionelle Formen werden dagegen in Frage gestellt. Die vorgeschlagene Grundidee lautet: Lösen wir uns vom bisherigen Fokus auf stabile Kollektivakteure, gerät die fragile Praxis kollektiven Handelns in den Blick. Praxistheorien erhalten derzeit große Aufmerksamkeit. Sie haben zur Handlungsfähigkeit von Kollektiven bislang jedoch wenig zu sagen. Das Buch füllt diese Leerstelle und hat dabei stets die Anwendbarkeit für empirische Analysen im Blick.​

Webseite bei Springer VS

Kontakt: Robert Jungmann (beim IfS)

Dr. Ariane Sept (2018) - Entschleunigung in Klein- und Mittelstädten. Cittaslow als soziale Innovation in der Stadtentwicklung

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Klappentext: Soziale Innovationen ändern den gesellschaftlichen Wandel in seiner Richtung. Eine Richtung des derzeitigen Wandels ist die Tendenz zu höherer Beschleunigung und mehr Innovationen. Entschleunigung und Tradition sind dieser Richtung entgegen gesetzt. Unter dieser Prämisse lässt sich das internationale Städtenetzwerk Cittaslow als soziale Innovation der Stadtentwicklung lesen. Seit 1999 richten sich die daran beteiligten Klein- und Mittelstädte gegen den Trend zur Beschleunigung.

Angelehnt an Slow Food bietet Cittaslow ein umfassendes Maßnahmenbündel der Stadtentwicklung, um unter dem Leitbild der Entschleunigung die Lebensqualität in den Mitgliedsstädten zu verbessern. Anhand der Fallbeispiele Berching und Überlingen in Deutschland, Francavilla al Mare und Tolfa in Italien sowie der Entwicklung des Netzwerks wird gezeigt, wie sich Cittaslow unter den in der Innovationsforschung vorgeschlagenen Perspektiven Semantik, Pragmatik und Grammatik als soziale Innovation konstituiert und verbreitet.

Webseite bei Verlag Dorothea Rohn

Kontakt: Ariane Sept (beim IRS)

Dr. Jan-Peter Ferdinand (2018) - Entrepreneurship in Innovation Communities Insights from 3D Printing Startups and the Dilemma of Open Source Hardware

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Klappentext: Drawing on empirical insights from the field of desktop 3D printing, this book elaborates the concept of innovation communities as a pattern of open and distributed innovation. As these communities spur a fruitful exchange of explorative, open source knowledge, they represent a novel mode of “doing innovation”, which considerably differs from established practices in market and business realms. Hence, the people that participate in these collective endeavors often develop entrepreneurial ambitions and start to exploit community-based innovations commercially. The book presents deep insights on the institutional idiosyncrasies of innovation communities, the associated dilemma of entrepreneurship and the strategies of 3D-printing startups to face the corresponding challenges.

Webseite bei Springer VS


Dr. Henning Mohr (2018) - Die Kunst der Innovationsgesellschaft

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Klappentext: Angesichts der zunehmenden Bedeutung künstlerischer Prozesse für andere Gesellschaftsbereiche (etwa Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtentwicklung),werden die besonderen Potentiale des Künstlerischen herausgearbeitet. Anhand einer Analyse verschiedener Kunstprojekte der Kulturorganisation Urbane Künste Ruhr zeigt sich, dass künstlerisches Handeln nahezu idealtypisch dem Neuheitsimperativ einer wissens- und kreativitätsbasierten Innovationsgesellschaft entspricht. Künstlerische Prozesse leisten einen außeralltäglichen Beitrag zur Dynamisierung und zwar auf Basis einer Reflexivierung, Experimentalisierung und Aktivierung bestehender Wissensbestände.

Webseite bei Springer VS

Kontakt: Henning Mohr (beim Deutschen Bergbaumuseum)

Dr. Julian Stubbe (2017) - Articulating Novelty in Science and Art

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Klappentext: Julian Stubbe aims at characterizing what novelty is in the becoming of objects and how the new becomes part of a shared reality. The study’s method is comparative and concerned with technological practice in science as well as in art. It draws on a detailed comparison of two cases: the becoming of a robotic hand made from silicone, and the genesis of a media art installation that renders visible changes in the earth’s magnetic field. In contrast to the canon of sociological innovation studies, which regard novelty as what actors in the field label as new or innovation, the author attempts to delineate certain shifts in an object’s becoming that individuate an object and render its difference visible. This entails attending the enactment of novelty through cultural imaginaries and narratives about technologies, as well as acknowledging the shifts in technical forms that make loose elements enter a new kind of circularity. From this perspective, novelty is an articulation: when differences are not contradicting, but when differing characteristics are aligned, fitted, and  click in so as to appear and behave as a distinct entity.

Webseite bei Springer VS

Kontakt: Julian Stubbe (beim IIT)

Dr. Nona Schulte-Römer (2015) - Innovating in public the introduction of LED lighting in Berlin and Lyon

Abstract: This dissertation discusses the introduction of LED lighting in urban spaces as an example of innovative public activities. The author conducts a microanalytical investigation into how this globally produced and distributed “disruptive technology” is installed and valorised in specific urban situations. LED pilot projects and demonstrations in cities are considered key innovative activities, as they allow innovators and technology users to present and test new concepts on urban audiences. In light of this, the author argues that the future of technological innovations is not only shaped by technology producers and users, but also urban observers. A series of six ethnographic case studies demonstrate how LED lighting was introduced, further developed and valorised in Berlin and Lyon between 2011 and 2013. The LED projects in both cities differ considerably. The actors in Lyon publically put cutting-edge LED technology to the test, while the Berlin LED installations are reassuringly conventional and exist within the framework of the German capital’s familiar cityscape. The six situational analyses demonstrate that these city-specific LED configurations are no coincidence, but the result of socio-material practices and settings. Theoretically, this work draws heavily on the field of science and technology studies (STS) and criticises macroanalytical innovation and diffusion research. A research gap is identified in innovation theory with regard to the conceptualisation of pilot and demonstration projects, that is, public situations in which innovation is recognised and valorised by heterogeneous groups of observers. In this context, the author proposes the notion of the ‘early public installation’ in order to sociologically conceptualise the situation-specific public introduction of new technology as an inherent part of innovation activities.

Dissertation bei DepositOnce

Kontakt: Dr. Nona Schulte-Römer (am WZB)

Dr. Christian Kiesow (2016) - Die Mathematik als Denkwerk - Eine Studie zur kommunikativen und visuellen Performanz mathematischen Wissens

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Klappentext: Christian Kiesow zeigt auf, wie körperliche Performanz, situative Interaktion und Visualität wesentlich zur Konstitution mathematischen Wissens – einem Bereich, der gemeinhin als Domäne rein abstrakten Denkens gilt – beitragen. Die Verwendung von Zeichen, Gesten, Metaphern und Bildern in der Hochschulmathematik und mathematischen Forschung wird anhand ausgewählter Video-Sequenzen analysiert. Der Autor plädiert dafür, die Mathematik als eine eigentümliche Mischform von Denken und körperlich fundiertem Handeln zu begreifen, die konzeptionell als „Denkwerk“ gefasst wird.

Website bei Springer VS

Kontakt: Dr. Christian Kiesow (am ZWG)

Dr. Anika Noack (2014) - Soziale Innovationen in Berlin-Moabit - Zur kommunikativen Aushandlung von Neuem durch Raumpioniere im städtischen Kontext

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Klappentext: Anika Noack untersucht sozial innovative Handlungsorientierungen der Zivilgesellschaft. Sie geht der Frage nach, inwiefern sich Zivilgesellschaft heute dadurch legitimiert, über Bestehendes und Bekanntes hinauszugehen, oder gar beansprucht, sozial innovativ zu sein. Während die Handlungsorientierung in Richtung Innovation für Ökonomie, Wissenschaft und Forschung bereits langjährig erforscht ist, ist das Forschungsfeld zivilgesellschaftlich initiierter sozialer Innovationen bislang offen geblieben. Am Beispiel von Raumpionieren, die sich auf dem Feld einer sozialen Stadtentwicklungspolitik in Berlin-Moabit engagieren, untersucht die Autorin diese Thematik und fokussiert dabei auf kommunikative Vorgänge zur Erzeugung von sozialen Innovationen.

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