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Die reflexive Herstellung des Neuen

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AKTUELLES

Workshop zur Grounded Theory mit Sebastian Dahm

Am 5. 12. 2019 fand am Institut für Soziologie der technischen Universität Berlin ein eintägiger Methodenworkshop mit Sebastian Dahm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute“ statt.

Gegenstand des Workshops war eine praktische Einführung in die Grounded Theory mit ATLAS.ti für Promovierende und fortgeschrittene Studierende. Ziel war es, nicht nur die methodologischen Grundlagen der Grounded Theory Methodologie zu erläutern, sondern auch ihre softwaregestützte Umsetzung anhand praktischer Übungen mit ATLAS.ti zu thematisieren.

Im ersten Teil des Workshops diskutierten die Teilnehmenden mit dem ersten Kapitel von Anselm Strauss‘ „Qualitative analysis for social scientists“ eines der grundlegenden Einführungswerke in die Grounded Theory Methodologie.

Es wurden Datensitzungen mit Materialien aus den Projekten der Teilnehmenden durchgeführt, die zum einen das allgemeine Vorgehen nach der Grounded Theory Methodologie verdeutlichten, und zum anderen erste Schritte im Umgang mit ATLAS.ti als Instrument für die qualitative Datenanalyse anleiteten.

New Publication: Tim Seitz‘ book on Design Thinking is now available in English

© Palgrave

Tim Seitz (2020): Design Thinking and the New Spirit of Capitalism. Palgrave Pivot, Cham.

An ethnographic study on Design Thinking, this book offers profound insights into the popular innovation method, centrally exploring how design thinking’s practice relates to the vast promises surrounding it. Through a close study of a Berlin-based innovation agency, Tim Seitz finds both mun­dane knowledge practices and promises of trans­formation. He unpacks the relationships between these discourses and practices and undertakes an exploratory movement that leads him from practice theory to pragmatism. In the course of this movement, Seitz makes design thinking understandable as a phenomenon of what Boltanski and Chiapello described as the “new spirit of capitalism” — that is, an ideological structure that incorporates criticism and therefore strengthens capitalism.

See on publisher’s website or Springerlink.

Call for Applications: Two Visiting Fellowships on Innovation and Innovation Society

The DFG graduate school “Innovation Society Today” at the Technische Universität Berlin, Germany, is pleased to advertise two visiting fellowships. The fellowships are available for a period of three months, from May to July 2020.

More information can be found here

The deadline for applications and letters of recommendation is December 23rd, 2019. Please submit all documents to the following email address: jobs@innovation.tu-berlin.de.

If you have any questions, please contact the graduate school’s academic coordinator Dominika Hadrysiewicz ().

15th IRS International Lecture mit Chris Gibson (University of Wollongong, Australia) in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg

Am 20. November 2019 von 16-18 Uhr findet die15th IRS International Lecture on Society and Space mit Chris Gibson (University of Wollongong, Australia) zu “Experiments at the edge: ecological crisis, resource security, and core-periphery dynamics in global production networks” statt, welche vom IRS in Kooperation mit dem SFB „Re-Figuration von Räumen“ und dem Graduiertenkolleg ausgerichtet wird. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Weitere Infos und Hinweise zur Registrierung finden sich hier.

Das Graduiertenkolleg begrüßt Mahendra Shahare als Visiting Fellow

© Mahendra Shahare

Wir freuen uns, ab November Mahendra Shahare als Visiting Fellow begrüßen zu dürfen. Mahendra ist Doktorand am Department of Human­ities and Social Sciences des Indian Institute of Technology in Delhi, Indien. Er hat einen Master-Abschluss in Produkt­­design (IISc Bangalore, Indien) und einen weiteren Master in Philosophie der Wissen­schaft, Technologie und Gesellschaft der Uni­versität Twente, Niederlande. In seinem Dissertations­­projekt untersucht er aus der Pers­pektive einer Soziologie der Erwartungen die Entstehung eines neuen Forschungsgebietes (Syn­thetische Biologie). Während seines Forschungsaufenthaltes am Graduiertenkolleg möchte Mahendra untersuchen, wie die „Do It Yourself (DIY-bio)“-Bewegung Innovationsfelder und soziale Prozesse, die Reflexivität erzeugen, erweitert.

Mahendra wird bis Ende Januar am Kolleg sein.

Das Graduiertenkolleg begrüßt Dr. Judith Igelsböck als Visiting Fellow

© Anna Montemayor

Wir freuen uns, ab November Judith Igelsböck als Visiting Fellow begrüßen zu dürfen. Judith studierte Soziologie und Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Wien. Seit 2016 arbeitet sie als Postdoc im Post/Doc Lab Reorganizing Industries des MCTS. Dort erforscht sie derzeit gemeinsam mit KollegInnen vom Institut Mines-Télécom (IMT) in Frankreich, wie sich industrielle Grenzen im Zuge der Digi­talisierung auflösen, verschieben oder reartikulieren. Seit Oktober 2018 leitet sie darüber hinaus das Projekt ‘Drehbücher der Innovation’ am Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Keppler Universität Linz (JKU), das sich der empirischen Erkundung isomorpher Tendenzen in der Organisation von Innovationsaktivitäten sowie den Möglichkeiten der künstlerischen Intervention in eben diese widmet. Judith hat in einer Reihe von soziologischen Forschungsfeldern gearbeitet, unter ihnen Mensch-Computer-Interaktion, Wissenschaftsforschung und Arbeitsforschung. Ihrem Faible für künstlerische Forschung kommt sie derzeit vor allem im Experimentieren mit Verbindungslinien zwischen dem Theater und der Innovationsforschung nach.

Judith wird bis Ende Januar am Kolleg sein.

Summer School ‘Innovation and Its Others: Neglected aspects of creative destruction’

Am 21. und 22. Juni 2019 fand am Institut für Soziologie der TU Berlin die vom Graduiertenkolleg ‚Innovationsgesellschaft heute‘ organisierte Summer School zum Thema ‚Innovation and Its Others: Neglected aspects of creative destruction‘ statt. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass sich das wissenschaftliche Studium von Innovation(en) weitestgehend durch einen ‚pro-innovation bias‘ auszeichnet, mithin Innovationen als grundsätzlich wünschenswert ansieht, entsprechende Widerstände grundsätzlich als Abweichung thematisiert und die negativen Effekte von Neuerungen nicht oder nur unzureichend analysiert. Die Summer School wollte eben diese bis dato weitestgehend vernachlässigten Aspekte der Innovationsforschung zum Thema machen. Vor diesem Hintergrund hatten die Mitglieder des Graduiertenkollegs am ersten Tag der Summer School die Möglichkeit, an einem von Prof. Martin Bauer von der London School of Economics einerseits, von Prof. Benoît  Godin vom Institut National de la Recherche Scientifique in Montréal andererseits geleiteten Workshop teilzunehmen. Die Workshops befassten sich mit dem Phänomen und analytischen Potenzial von Widerstand gegenüber Innovationen (Bauer) sowie mit der terminologischen Geschichte des Innovationsbegriffs und dessen (historischer) Kontingenz (Godin). In beiden Workshops wurden zunächst Kerntexte der Workshopleiter diskutiert, um die dort zu findenden Kernaussagen auf die Forschungsprojekte der Teilnehmer*innen zu beziehen.

            Aufbauend auf den Workshops des ersten Tages fand am zweiten Tag der Summer School eine Konferenz mit Keynotes von Martin Bauer und Benoît Godin sowie mit Präsentationen von Mitgliedern des Graduiertenkollegs statt. Martin Bauer stellte dabei in seinem Vortrag eine funktionale Analogie von Widerstand und Schmerz ins Zentrum und verdeutlichte damit die analytische Fruchtbarkeit des Studiums von Widerstandspraktiken für das Verständnis von Innovationsphänomenen. Benoît Godin präsentierte in seinem Vortrag die lange und wechselhafte Geschichte des Innovationsbegriffs und zeigte auf diese Weise, dass die derzeitige dominante Stellung des Innovationsbegriffs in der Gegenwartsgesellschaft und dessen positive Konnotation keineswegs selbstverständlich sind. Die Präsentationen der Mitglieder des Graduiertenkollegs konnten wiederum zeigen, dass ‚das Andere‘ der Innovationsforschung produktive Fragestellungen und Perspektiven auf Innovationsphänomene ermöglicht und hier noch viel Forschungsbedarf besteht.

Bericht zum Workshop zu Theoretischer Empirie mit Prof. Herbert Kalthoff

Am 04. und 05. Juli 2019 fand im Rahmen des Graduiertenkollegs ‚Innovationsgesellschaft heute‘ am Institut für Soziologie der TU Berlin ein zweitägiger Workshop mit Prof. Dr. Herbert Kalthoff zum Thema ‚Theoretische Empirie‘ statt. Hauptgegenstand des Workshops war das Verhältnis von Theorie und Empirie mit Blick auf den Forschungsprozess in Projekten, die mit qualitativen, vor allem ethnographischen Ansätzen arbeiten. Ausgangspunkt war die grundlegende Einsicht, dass empirische Forschung immer mit theoretischen (Vor-)Annahmen operiert – seien dies wissenschaftliche Theorien oder Theorien des Alltags. Nachdem das Verhältnis von Theorie und Empirie zunächst anhand ausgewählter Texte aus dem Band Theoretische Empirie diskutiert wurde, konnte in Auseinandersetzung mit verschiedenen Datenbeispielen die Verwobenheit der beiden Pole soziologischer Forschung nachvollzogen werden. In einem letzten Schritt bot sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, ‚Schnipsel‘ des bereits erhobenen Datenmaterials zur Diskussion zu stellen. Diese wurden in einem an der Grounded Theory orientierten Verfahren in zwei Gruppen kodiert und die daraus resultierenden (vorläufigen) Ergebnisse zu analytischen Notizen verdichtet.

Workshop über ‘Value Trails in Innovation – Empirical Objects and Reflexivity’ mit Poonam Pandey

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Am 10. Juli 2019 fand am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin ein halbtägiger Workshop mit Dr. Poonam Pandey, Visiting Fellow des Graduiertenkollegs "Innovationsgesellschaft heute", statt. Ziel des Workshops war es, die Praxis des ‚Valuing‘, die – zumeist implizit – mit in Innovationstudien angelegt ist, reflexiv zu diskutieren und deren analytisches Potential zu eruieren. Im ersten Teil des Workshops wurde der Aufsatz "What is a Good Tomato? A Case of Valuing in Practice” von Frank Heuts und Annemarie Mol besprochen und der spezifische Beitrag von ‚valuation studies‘ für Innovationsstudien diskutiert. Im zweiten Teil haben die TeilnehmerInnen ihre eigenen Forschungsprojekte mit dem im Aufsatz von Heuts & Mol entwickelten analytischen Ansatz, ‚registers of valuing‘ empirisch fundiert zu unterscheiden, in Bezug gesetzt. Diese, als Übung konzipierte Aufgabe wandte im Zuge dessen eine Mapping-Technik an, mit der die jeweils empirisch zu identifizierenden ‚value trails‘ visualisiert wurden. Die TeilnehmerInnen reflektierten dabei auch ihre eigenen Positionen in Bezug auf die empirischen Objekte, empirischen Akteure und der jeweils vorfindbaren ‚value trails‘.

Kollegiatin Katharina Scheidgen organisiert Herrenhausen-Symposium

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Gemeinsam mit Suntje Schmidt (HU Berlin) und Timo Braun (FU Berlin) warb unsere Kollegiatin Katharina Scheidgen (2. Kohorte) Mittel für das Symposium „Temporal Dynamics in Entrepreneurial Ecosystems“ von der Volkswagen-Stiftung ein. Eingeladen wurden führende Wissenschaftler aus Soziologie, Wirtschaftsgeographie sowie Entrepreneurship- und Managementforschung, um die Potentiale des Konzepts „entrepreneurial ecosystems“ am 1. und 2. Juli 2019 im Schloss Herrenhausen in Hannover zu diskutieren. Weitere Informationen finden sich unter www.tdee-symposium.org

Bericht vom Workshop zu Feldtheorie in der Forschungspraxis mit Carla Ilten

Im Rahmen des Graduiertenkollegs „Innovationsgesellschaft heute“ fand am 29.05.2019 ein eintägiger Workshop mit Carla Ilten (UIC Chicago) zum Thema „Feldtheorie in der Forschungspraxis“ statt. Im ersten Teil des Workshops wurde ein Überblick über die verschiedenen Ansätze der Feldtheorie gegeben und dessen historische Entwicklung nachvollzogen. Anschließend fokussierte der zweite Teil des Workshops auf die (mögliche) Rolle von Feldern in der Forschungsarbeit der Teilnehmenden. Hier lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Einordnung des Feldes in die eigene Forschungsfrage.

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