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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Marco Paladines

Kollegiat

Technische Universität Berlin
Fakultät VI: Planen Bauen Umwelt
Institut für Soziologie

Fraunhoferstraße 33-36
Sekretariatszeichen FH 9-1
10587 Berlin

paladines@tu-berlin.de
Tel.: +49 (0)30 314 27303
Raum: FH 822

Dissertationsvorhaben

Was Gebäude in Bolivien können: Linien und Spalten der Neo-Andinen Architektur

Der neuen Andinen Architektur in der Stadt El Alto in Bolivien erfährt weltweit zunehmend mehr Aufmerksamkeit von Medien, Künstler*innen und Forscher*innen. Diese Architektur, die entweder als die authentische Aymara-Architektur Boliviens gefeiert oder als kitschig und geschmacklos heruntergespielt wird, ist Gegenstand zahlreicher und leidenschaftlicher Kontroversen unter Architekt*innen, Sozialwissenschaftler*innen sowie in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig bietet Sie einen tiefen Einblick in die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Transformationen, die eine der ärmsten amerikanischen Nationen in den letzten fünfzehn Jahren erlebt hat. Der bunte und prächtige Stil der Interieurs, die spielerische Kombination traditioneller indigener Muster mit innovativen architektonischen Konzepten und die wachsende soziale Bedeutung, die diese Gebäude haben, sind einige der Aspekte, die eine Studie dieser ungewöhnlichen architektonischen Bewegung, die die Machtverhältnisse und die Gestaltung des Stadtraums in El Alto verändert hat und weiterhin verändern wird.

Anhand von Interviews und einem partizipativen fotografischen Prozess soll in diesem Dissertationsprojekt zunächst geklärt werden, welche Art von Ressourcen (z. B. materielle, technische, politische, bürokratische, künstlerische, wirtschaftliche) mobilisiert wurden, die in ihrer spezifischen Konfiguration und Verteilung diejenigen Bedingungen geschafft haben, die diese neuen Gebäude möglich gemacht haben. Zweitens wird skizziert, welche transformativen Effekte im Bereich der Geschmackswahrnehmungen, der urbanen Imaginaries und der sozialen Ordnungen des Prestiges zu beobachten sind. Da Architektur als ein Medium verstanden werden kann, in dem soziale Gruppen für sich selbst Formen mit eigenlogischen materiellen, funktionalen, ästhetischen und kommunikativen Qualitäten erzeugen, wird schließlich nach den möglichen Bewertungen und Bedeutungen gesucht, die sich aus der semiotischen Analyse der Gebäude und aus dem Selbstverständnis von Schlüsselakteuren ergeben.

Forschungsinteresse

Kreativität, Innovation und Architektursoziologie

Sozialtheorie, Sozialanthropologie

Dekoloniale Ethnographie

Zusatzinformationen / Extras

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